Spanien gehört seit vielen Jahren zu den beliebtesten Auswanderungszielen in Europa. Sonne, Meer, mediterrane Lebensqualität, vergleichsweise milde Winter und eine gute Infrastruktur machen das Land besonders attraktiv für Rentner, Selbstständige, digitale Nomaden, Familien und Menschen, die einen neuen Lebensabschnitt beginnen möchten.
Doch eine erfolgreiche Auswanderung nach Spanien besteht nicht nur aus der Suche nach einem schönen Ort am Meer. Wer dauerhaft in Spanien leben möchte, sollte sich frühzeitig mit Themen wie Anmeldung, NIE-Nummer, Steuerpflicht, Krankenversicherung, Wohnungssuche und Lebenshaltungskosten beschäftigen.
Wer eine Auswanderung nach Spanien plant, beginnt oft mit längeren Aufenthalten, Erkundungsreisen oder mehreren Reisen in verschiedene Regionen. Genau hier kann eine gute Reiseplanung helfen: Bevor man sich dauerhaft für Valencia, Alicante, Málaga, Mallorca oder die Kanarischen Inseln entscheidet, ist es sinnvoll, Land, Alltag, Klima und Lebensgefühl vor Ort kennenzulernen. Ein Reisebüro Huakai in Frankreich kann Reisende dabei unterstützen, individuelle Aufenthalte zu organisieren, passende Reiseziele zu entdecken und Spanien nicht nur als Urlaubsort, sondern als möglichen zukünftigen Lebensmittelpunkt zu erleben.
Dieser umfassende Ratgeber erklärt, welche Schritte wichtig sind, worauf Sie achten sollten und wie Sie Ihre Auswanderung nach Spanien realistisch vorbereiten.
Warum nach Spanien auswandern?
Spanien bietet viele Vorteile für Menschen, die dauerhaft oder langfristig im Ausland leben möchten. Besonders beliebt sind Regionen wie die Costa Blanca, die Costa del Sol, Mallorca, die Kanarischen Inseln, Valencia, Alicante, Málaga, Barcelona und Madrid.
Zu den häufigsten Gründen für eine Auswanderung nach Spanien gehören:
- angenehmes Klima mit vielen Sonnenstunden
- entspannter Lebensstil
- gute medizinische Versorgung
- internationale Gemeinschaften in vielen Küstenregionen
- vielfältige Immobilienangebote
- gute Flugverbindungen nach Deutschland, Österreich und in die Schweiz
- hohe Lebensqualität
- mediterrane Ernährung
- attraktive Möglichkeiten für Ruhestand, Remote Work oder Selbstständigkeit
Gleichzeitig sollte man Spanien nicht nur als Urlaubsland betrachten. Der Alltag, die Bürokratie, steuerliche Pflichten und regionale Unterschiede können deutlich komplexer sein, als es auf den ersten Blick scheint.
Für wen eignet sich eine Auswanderung nach Spanien?
Eine Auswanderung nach Spanien kann für unterschiedliche Lebenssituationen interessant sein.
Rentner und Ruheständler
Viele Rentner entscheiden sich für Spanien, weil sie dort ein milderes Klima, eine gute Gesundheitsversorgung und eine entspanntere Lebensweise finden. Besonders Küstenregionen mit internationaler Infrastruktur sind beliebt.
Wichtig sind hier vor allem Krankenversicherung, Rentenbesteuerung, Wohnsitzmeldung und steuerliche Ansässigkeit.
Arbeitnehmer und Jobsuchende
Wer in Spanien arbeiten möchte, sollte sich vorab über den Arbeitsmarkt informieren. In großen Städten wie Madrid, Barcelona, Valencia oder Málaga gibt es mehr berufliche Möglichkeiten als in ländlichen Regionen.
Gute Spanischkenntnisse sind in vielen Branchen ein großer Vorteil. In internationalen Unternehmen oder im Tourismus können zusätzlich Deutsch- und Englischkenntnisse hilfreich sein.
Selbstständige und Unternehmer
Spanien ist auch für Selbstständige und Unternehmer interessant. Wer ein Unternehmen gründen oder als Freiberufler arbeiten möchte, muss sich mit Themen wie Sozialversicherung, Steueranmeldung, Rechnungsstellung und Buchhaltung beschäftigen.
Die Anmeldung als Selbstständiger erfolgt in Spanien häufig als autónomo. Dabei entstehen laufende Pflichten gegenüber Finanzamt und Sozialversicherung.
Digitale Nomaden und Remote Worker
Durch die zunehmende Verbreitung von Homeoffice und ortsunabhängigem Arbeiten ist Spanien auch für digitale Nomaden attraktiv. Besonders Städte wie Valencia, Málaga, Barcelona, Madrid und Las Palmas haben sich zu beliebten Standorten für Remote Worker entwickelt.
Wer länger in Spanien lebt, sollte jedoch genau prüfen, ob dadurch eine steuerliche Ansässigkeit in Spanien entsteht.
Familien
Für Familien spielen Schulen, Wohnumfeld, medizinische Versorgung und Integration eine besonders große Rolle. In vielen Regionen gibt es internationale Schulen, deutsche Schulen oder zweisprachige Bildungsangebote.
Auch hier gilt: Eine gute Vorbereitung ist entscheidend, damit der Start in Spanien nicht zur Belastung wird.

Die wichtigsten Schritte vor der Auswanderung nach Spanien
Eine Auswanderung sollte nicht spontan erfolgen. Je besser die Vorbereitung, desto einfacher ist der Start.
1. Zielregion auswählen
Spanien ist sehr vielfältig. Das Leben in Madrid unterscheidet sich stark vom Alltag an der Costa Blanca, auf Mallorca oder in Andalusien.
Bei der Wahl der Region sollten Sie folgende Faktoren berücksichtigen:
- Klima
- Immobilienpreise
- Mietpreise
- medizinische Versorgung
- Verkehrsanbindung
- Nähe zum Flughafen
- internationale Gemeinschaft
- Arbeitsmöglichkeiten
- Schulen
- Sprache und Integration
- Lebenshaltungskosten
Wer Spanien nur aus dem Urlaub kennt, sollte vor einer endgültigen Entscheidung mehrere Wochen oder Monate in der gewünschten Region verbringen.
2. Budget realistisch planen
Vor dem Umzug sollten Sie Ihre monatlichen Kosten realistisch kalkulieren. Dazu gehören:
- Miete oder Immobilienkauf
- Nebenkosten
- Lebensmittel
- Krankenversicherung
- Transport
- Steuern
- Rücklagen
- Versicherungen
- Internet und Telefon
- Freizeit
- eventuelle Kosten für Berater, Anwälte oder Übersetzer
Viele Auswanderer unterschätzen die Anfangskosten. Kaution, Möbel, Behördengänge, Übersetzungen, Maklerkosten und Reisen können schnell zusätzliche Ausgaben verursachen.
3. Dokumente vorbereiten
Vor der Auswanderung sollten wichtige Unterlagen vollständig und griffbereit sein.
Dazu gehören unter anderem:
- Reisepass oder Personalausweis
- Geburtsurkunde
- Heiratsurkunde, falls relevant
- Rentennachweise
- Arbeitsverträge
- Krankenversicherungsnachweise
- Steuerunterlagen
- Bankunterlagen
- Führerschein
- Schulzeugnisse der Kinder
- Versicherungsunterlagen
Für manche Vorgänge können beglaubigte Übersetzungen oder Apostillen erforderlich sein.
NIE-Nummer in Spanien: Warum sie so wichtig ist
Die NIE-Nummer ist eine Identifikationsnummer für Ausländer in Spanien. Sie wird für viele administrative, steuerliche und wirtschaftliche Vorgänge benötigt.
Sie kann unter anderem erforderlich sein für:
- Immobilienkauf
- Mietvertrag
- Kontoeröffnung
- Steuerangelegenheiten
- Arbeitsvertrag
- Unternehmensgründung
- Anmeldung bei Behörden
- Kauf eines Autos
- Vertragsabschlüsse für Strom, Wasser oder Internet
Die NIE ist nicht automatisch gleichbedeutend mit einer dauerhaften Aufenthaltsgenehmigung. Sie ist vor allem eine Identifikationsnummer.
Anmeldung als EU-Bürger in Spanien
EU-Bürger können grundsätzlich nach Spanien einreisen und sich dort aufhalten. Wer jedoch länger als drei Monate in Spanien bleiben möchte, muss sich als EU-Bürger registrieren lassen. Die spanische Polizei beschreibt dafür das Certificado de Registro de Ciudadano de la Unión Europea, also die Registrierung für EU-Bürger. Nach fünf Jahren rechtmäßigem und ununterbrochenem Aufenthalt kann ein dauerhaftes Aufenthaltsrecht bescheinigt werden.
Diese Registrierung wird oft umgangssprachlich mit dem „grünen NIE-Zertifikat“ verwechselt. Tatsächlich handelt es sich um ein wichtiges Dokument für EU-Bürger, die langfristig in Spanien leben möchten.
Für die Anmeldung können je nach persönlicher Situation Nachweise erforderlich sein, zum Beispiel:
- gültiger Personalausweis oder Reisepass
- Nachweis über Einkommen oder Arbeit
- Krankenversicherungsnachweis
- Nachweis über ausreichende finanzielle Mittel
- Zahlungsnachweis der Verwaltungsgebühr
- ausgefüllte Formulare
Die Anforderungen können je nach Provinz und Behörde unterschiedlich ausgelegt werden. Deshalb lohnt es sich, vorab die zuständige Ausländerbehörde oder Polizeistation zu prüfen.
Empadronamiento: Anmeldung bei der Gemeinde
Das Empadronamiento ist die Anmeldung beim örtlichen Rathaus. Dabei wird bestätigt, dass Sie in einer bestimmten Gemeinde wohnen.
Diese Anmeldung ist in vielen Alltagssituationen wichtig, zum Beispiel für:
- Zugang zu lokalen Dienstleistungen
- Gesundheitskarte in bestimmten Fällen
- Schulangelegenheiten
- Fahrzeugangelegenheiten
- Behördengänge
- Nachweis des Wohnsitzes
Für das Empadronamiento benötigen Sie normalerweise einen Ausweis und einen Nachweis über Ihre Wohnadresse, zum Beispiel Mietvertrag, Eigentumsnachweis oder eine Bestätigung des Eigentümers.
Steuerliche Ansässigkeit in Spanien
Eines der wichtigsten Themen bei der Auswanderung nach Spanien ist die Steuerpflicht.
Nach Angaben der spanischen Steuerbehörde kann eine Person als steuerlich in Spanien ansässig gelten, wenn sie sich mehr als 183 Tage im Kalenderjahr in Spanien aufhält. Dabei können auch vorübergehende Abwesenheiten berücksichtigt werden, sofern keine steuerliche Ansässigkeit in einem anderen Land nachgewiesen wird.
Das bedeutet: Wer dauerhaft oder überwiegend in Spanien lebt, sollte frühzeitig klären, ob er in Spanien steuerlich ansässig wird.
Was bedeutet steuerliche Ansässigkeit?
Wenn Sie in Spanien steuerlich ansässig sind, kann Spanien grundsätzlich Ihr weltweites Einkommen besteuern. Dazu können gehören:
- Gehalt
- Renten
- Mieteinnahmen
- Kapitalerträge
- selbstständige Einkünfte
- Unternehmensgewinne
- ausländische Einkünfte
Die genaue steuerliche Behandlung hängt von Ihrer persönlichen Situation, Ihren Einkommensarten und eventuellen Doppelbesteuerungsabkommen ab.
Die 183-Tage-Regel
Die 183-Tage-Regel ist einer der wichtigsten Orientierungspunkte. Entscheidend ist nicht nur, ob Sie offiziell angemeldet sind, sondern wie lange Sie sich tatsächlich in Spanien aufhalten.
Wichtig: Die Tage müssen nicht zwingend am Stück verbracht werden. Auch mehrere Aufenthalte im Laufe eines Kalenderjahres können zusammengerechnet werden.
Mittelpunkt der Lebensinteressen
Neben der Aufenthaltsdauer kann auch der Mittelpunkt der wirtschaftlichen oder persönlichen Interessen relevant sein. Wenn sich Familie, Hauptwohnsitz, Immobilien, Arbeit oder wesentliche wirtschaftliche Aktivitäten in Spanien befinden, kann dies steuerlich bedeutsam sein.
Auswanderer sollten deshalb nicht nur auf die reine Tagesanzahl achten, sondern ihre gesamte Lebenssituation betrachten.
Steuern in Spanien: Was Auswanderer wissen sollten
Das spanische Steuersystem unterscheidet sich in vielen Punkten vom deutschen, österreichischen oder schweizerischen System.
Zu den wichtigsten Steuerarten gehören:
Einkommensteuer
Die Einkommensteuer betrifft Arbeitnehmer, Selbstständige, Rentner und Personen mit Einkünften aus Spanien oder dem Ausland. Die Höhe hängt von Einkommen, Region und persönlicher Situation ab.
Vermögensteuer
In Spanien kann unter bestimmten Voraussetzungen Vermögensteuer relevant sein. Die Regeln unterscheiden sich je nach autonomer Gemeinschaft.
Immobiliensteuer
Eigentümer einer Immobilie zahlen in der Regel die kommunale Grundsteuer, bekannt als IBI. Die Höhe hängt vom Katasterwert und der Gemeinde ab.
Steuer auf Mieteinnahmen
Wer eine Immobilie in Spanien vermietet, muss die Mieteinnahmen steuerlich erklären. Das gilt sowohl für residente als auch für nicht residente Eigentümer.
Erbschaft- und Schenkungsteuer
Auch Erbschaften und Schenkungen können in Spanien steuerpflichtig sein. Die Regelungen unterscheiden sich stark nach Region.
Gerade bei Immobilien, Rente, Vermögen oder internationalen Einkünften ist eine steuerliche Beratung empfehlenswert.
Wohnen in Spanien: Mieten oder kaufen?
Eine der wichtigsten Entscheidungen bei der Auswanderung lautet: Soll man zunächst mieten oder direkt eine Immobilie kaufen?
Zunächst mieten
Für viele Auswanderer ist es sinnvoll, zunächst eine Wohnung oder ein Haus zu mieten. So können Sie die Region, das Klima, die Infrastruktur und den Alltag kennenlernen, bevor Sie sich langfristig binden.
Vorteile des Mietens:
- mehr Flexibilität
- geringeres finanzielles Risiko
- Möglichkeit, verschiedene Orte zu testen
- keine sofortige Bindung an eine Immobilie
- einfacherer Einstieg
Immobilie kaufen
Ein Immobilienkauf in Spanien kann interessant sein, wenn Sie Ihre Wunschregion bereits gut kennen und langfristig bleiben möchten.
Vor dem Kauf sollten Sie unbedingt prüfen:
- Grundbucheintrag
- Baugenehmigungen
- Schulden oder Belastungen der Immobilie
- Gemeinschaftskosten
- Zustand der Immobilie
- Energieausweis
- laufende Steuern
- rechtliche Situation
- mögliche Renovierungskosten
Ein unabhängiger Anwalt oder Immobilienexperte kann helfen, Risiken zu vermeiden.
Beliebte Regionen für Auswanderer in Spanien
Spanien bietet sehr unterschiedliche Lebenswelten. Die passende Region hängt stark von Ihren Zielen ab.
Costa Blanca
Die Costa Blanca ist besonders bei deutschen, britischen, niederländischen und skandinavischen Auswanderern beliebt. Orte wie Alicante, Denia, Jávea, Moraira, Calpe oder Torrevieja bieten Sonne, Meer und eine große internationale Gemeinschaft.
Costa del Sol
Die Costa del Sol rund um Málaga, Marbella, Estepona und Fuengirola ist bekannt für ihr mildes Klima, internationale Infrastruktur und hochwertige Immobilienangebote.
Valencia
Valencia ist eine attraktive Großstadt am Meer mit hoher Lebensqualität, guter Infrastruktur und vergleichsweise entspannter Atmosphäre.
Andalusien
Andalusien bietet viel Kultur, warme Temperaturen und oft günstigere Lebenshaltungskosten als manche Küstenregionen. Besonders Málaga, Sevilla, Granada und Cádiz sind beliebt.
Mallorca
Mallorca ist für deutschsprachige Auswanderer besonders attraktiv, aber in vielen Regionen auch deutlich teurer als das spanische Festland.
Kanarische Inseln
Die Kanaren bieten ganzjährig mildes Klima und sind besonders bei Rentnern, Remote Workern und Selbstständigen beliebt.
Madrid und Barcelona
Madrid und Barcelona bieten die besten beruflichen Möglichkeiten, internationale Unternehmen und kulturelle Vielfalt. Dafür sind Mieten und Lebenshaltungskosten oft höher.
Lebenshaltungskosten in Spanien
Die Lebenshaltungskosten in Spanien hängen stark von Region, Lebensstil und Wohnform ab.
Generell gilt: Großstädte, Inseln und beliebte Küstenorte sind oft teurer als ländliche Regionen oder kleinere Städte im Landesinneren.
Zu den wichtigsten Kostenfaktoren gehören:
- Miete oder Immobilienfinanzierung
- Lebensmittel
- Strom und Wasser
- Internet und Telefon
- Versicherungen
- Krankenversicherung
- Auto oder öffentliche Verkehrsmittel
- Freizeit
- Restaurantbesuche
- Steuern und Gebühren
Viele Auswanderer empfinden Spanien im Alltag als günstiger als Deutschland, Österreich oder die Schweiz. Das gilt jedoch nicht pauschal. In beliebten Regionen können Mieten und Immobilienpreise sehr hoch sein.
Krankenversicherung in Spanien
Die Krankenversicherung ist ein zentraler Punkt bei der Auswanderung.
Je nach Situation gibt es unterschiedliche Möglichkeiten:
Gesetzliche Krankenversicherung
Wer in Spanien arbeitet oder als Selbstständiger in das spanische Sozialversicherungssystem einzahlt, kann Zugang zum öffentlichen Gesundheitssystem erhalten.
Rentner
Rentner aus EU-Ländern können unter bestimmten Voraussetzungen über europäische Regelungen Zugang zur medizinischen Versorgung in Spanien erhalten. Hierfür sollten die zuständigen Stellen im Herkunftsland und in Spanien kontaktiert werden.
Private Krankenversicherung
Viele Auswanderer entscheiden sich zusätzlich oder vorübergehend für eine private Krankenversicherung. Das kann besonders in der Übergangsphase sinnvoll sein oder wenn bestimmte Anforderungen bei der Anmeldung erfüllt werden müssen.
Arbeiten in Spanien
Wer in Spanien arbeiten möchte, sollte den Arbeitsmarkt realistisch einschätzen.
Branchen mit Chancen sind unter anderem:
- Tourismus
- Gastronomie
- Immobilien
- IT
- Pflege und Gesundheit
- Sprachdienstleistungen
- internationale Unternehmen
- Kundenservice
- Online-Marketing
- Handwerk in bestimmten Regionen
Spanischkenntnisse sind ein großer Vorteil. In touristischen Gebieten können Deutsch und Englisch zusätzlich hilfreich sein, ersetzen aber langfristig selten die Landessprache.
Selbstständig in Spanien
Viele Auswanderer arbeiten selbstständig oder gründen ein kleines Unternehmen. In Spanien ist die Selbstständigkeit häufig mit der Anmeldung als autónomo verbunden.
Dabei sind unter anderem folgende Themen wichtig:
- Anmeldung beim Finanzamt
- Anmeldung bei der Sozialversicherung
- monatliche Sozialversicherungsbeiträge
- Umsatzsteuer
- Einkommensteuer-Vorauszahlungen
- Buchhaltung
- Rechnungsstellung
- steuerliche Fristen
Wer selbstständig in Spanien tätig sein möchte, sollte sich frühzeitig beraten lassen, da Fehler bei Anmeldung oder Steuern teuer werden können.
Konto, Verträge und Alltag
Für den Alltag in Spanien benötigen Sie meist ein spanisches Bankkonto oder zumindest ein Konto, das für spanische Lastschriften geeignet ist.
Ein Konto kann hilfreich sein für:
- Mietzahlungen
- Strom
- Wasser
- Internet
- Versicherungen
- Steuern
- Gehalt
- Sozialversicherung
Auch für viele Verträge wird häufig eine NIE-Nummer verlangt.
Auto und Führerschein in Spanien
Wer mit dem Auto nach Spanien zieht, sollte sich rechtzeitig über Ummeldung, Versicherung, ITV und steuerliche Fragen informieren.
Wichtige Themen sind:
- Ummeldung des Fahrzeugs
- spanische Kfz-Steuer
- technische Kontrolle, bekannt als ITV
- Versicherung
- Führerscheinregeln
- Umweltzonen in Städten
Ein dauerhaft in Spanien genutztes Fahrzeug sollte rechtlich korrekt angemeldet sein.
Sprache und Integration
Auch wenn man in vielen Küstenregionen mit Deutsch oder Englisch weit kommt, erleichtern Spanischkenntnisse den Alltag erheblich.
Spanisch hilft bei:
- Behördengängen
- Arztbesuchen
- Mietverträgen
- Nachbarschaft
- Schule
- Arbeit
- Integration
- Notfällen
Wer langfristig in Spanien leben möchte, sollte die Sprache aktiv lernen. Das verbessert nicht nur den Alltag, sondern auch die Lebensqualität.
Häufige Fehler bei der Auswanderung nach Spanien
Viele Probleme entstehen nicht durch Spanien selbst, sondern durch mangelnde Vorbereitung.
Häufige Fehler sind:
- Spanien nur aus Urlaubsperspektive beurteilen
- steuerliche Ansässigkeit unterschätzen
- Immobilie zu schnell kaufen
- Miet- oder Kaufverträge nicht prüfen lassen
- keine ausreichenden Rücklagen einplanen
- Krankenversicherung zu spät klären
- Behördengänge unterschätzen
- keine Spanischkenntnisse aufbauen
- regionale Unterschiede ignorieren
- sich ausschließlich auf informelle Tipps verlassen
Eine erfolgreiche Auswanderung braucht Zeit, Planung und realistische Erwartungen.
Checkliste: Auswandern nach Spanien
Vor dem Umzug:
- Zielregion auswählen
- mehrere Orte vergleichen
- Budget kalkulieren
- steuerliche Situation prüfen
- Krankenversicherung klären
- wichtige Dokumente vorbereiten
- NIE-Nummer beantragen oder planen
- Wohnmöglichkeit organisieren
- Umzugskosten berechnen
- Bankfragen klären
- Versicherungen prüfen
- Sprachkenntnisse verbessern
Nach der Ankunft:
- Empadronamiento erledigen
- EU-Registrierung beantragen, falls erforderlich
- Bankkonto einrichten
- Krankenversicherung finalisieren
- Steuerliche Anmeldung prüfen
- Verträge für Strom, Wasser, Internet organisieren
- Auto und Führerschein prüfen
- lokale Ärzte, Schulen oder Dienstleister finden
- langfristige Wohnsituation planen
Fazit: Erfolgreich nach Spanien auswandern
Die Auswanderung nach Spanien kann ein großer Gewinn an Lebensqualität sein. Das Land bietet Sonne, Kultur, gute Infrastruktur, attraktive Regionen und viele Möglichkeiten für einen neuen Lebensabschnitt.
Damit der Traum vom Leben in Spanien gelingt, sollten Sie jedoch nicht nur an Klima und Immobilien denken. Entscheidend sind eine saubere Vorbereitung, realistische Kostenplanung, korrekte Anmeldung, steuerliche Klarheit und eine passende Wohnsituation.
Wer sich frühzeitig informiert und die wichtigsten Schritte strukturiert angeht, schafft die besten Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start in Spanien.
FAQ: Auswanderung nach Spanien
Kann ich als EU-Bürger einfach nach Spanien auswandern?
EU-Bürger können grundsätzlich nach Spanien einreisen und dort leben. Wer länger als drei Monate bleiben möchte, muss sich jedoch als EU-Bürger in Spanien registrieren lassen.
Brauche ich eine NIE-Nummer in Spanien?
Ja, in vielen Fällen ist eine NIE-Nummer notwendig. Sie wird für Immobilienkauf, Mietvertrag, Kontoeröffnung, Steuerangelegenheiten, Arbeitsverträge und viele weitere Vorgänge benötigt.
Wann werde ich in Spanien steuerpflichtig?
Eine wichtige Regel ist der Aufenthalt von mehr als 183 Tagen pro Kalenderjahr in Spanien. Die spanische Steuerbehörde nennt diesen Zeitraum als Kriterium für steuerliche Ansässigkeit.
Sollte ich in Spanien zuerst mieten oder kaufen?
Für viele Auswanderer ist es sinnvoll, zunächst zu mieten. So können Sie die Region kennenlernen, bevor Sie sich durch einen Immobilienkauf langfristig binden.
Ist das Leben in Spanien günstiger als in Deutschland?
Das hängt stark von der Region und dem Lebensstil ab. In kleineren Städten und ländlichen Regionen kann das Leben günstiger sein. In beliebten Küstenorten, auf Mallorca, in Madrid oder Barcelona können Mieten und Immobilienpreise jedoch hoch sein.
Welche Regionen sind bei Auswanderern besonders beliebt?
Beliebte Regionen sind unter anderem Costa Blanca, Costa del Sol, Valencia, Mallorca, die Kanarischen Inseln, Andalusien, Madrid und Barcelona.
Brauche ich Spanischkenntnisse?
In internationalen Regionen kommt man teilweise mit Deutsch oder Englisch zurecht. Für Behördengänge, Arztbesuche, Verträge und Integration sind Spanischkenntnisse jedoch sehr empfehlenswert.